
Du willst Arbeitszeiten digital erfassen und stehst zwischen zwei Anbietern. In der Regel ist es keine Frage der Qualität von Produkten, sondern eine Frage der Zielgruppe der Tools: Timr deckt ein Fahrtenbuch ab und passt damit zu Betrieben mit Firmenfahrzeugen. Personizer bündelt Zeiterfassung, Urlaubsplanung und digitale Personalakte für Büro- und Verwaltungsteams. Wir zeigen dir, für welchen Betrieb sich welche Lösung lohnt.
Inhalt
Personizer vs. Timr: Was ist der Unterschied?
Personizer ist eine kompakte HR-Suite aus Zeiterfassung, Urlaubsplaner und digitaler Personalakte für Büro- und Verwaltungsteams im DACH-Raum. Timr ist eine Zeiterfassungslösung mit Fahrtenbuch und Projektzeiterfassung, die sich stärker an Betriebe mit Außendienst, Fuhrpark oder projektbasierter Abrechnung richtet.
Timr wird von der österreichischen troii Software GmbH betrieben. Personizer ist eine modulare HR-Software aus Norddeutschland für kleine und mittlere Unternehmen im DACH-Raum mit einer kostenfreien DATEV-Schnittstelle obendrauf.
- Personizer in Kürze: Zeiterfassung (sowohl für Arbeitszeiten als auch Integration von Projekten/Aufgaben), Urlaubsplaner/Abwesenheitsmanagement, digitale Personalakte. Drei Module, einzeln buchbar, DATEV-Anbindung inklusive.
- Timr in Kürze: Arbeitszeiterfassung, Projektzeiterfassung, Fahrtenbuch, Urlaubsverwaltung, dazu ein Tablet-Terminal.
Der Unterschied liegt nicht in der Zeiterfassung selbst, sondern in dem, was drumherum gebaut ist: bei Timr die Fahrt und das Projekt, bei Personizer die digitale Personalakte und der Abwesenheitsprozess.
Was deckt welche Lösung ab?
Bei Arbeitszeit und Abwesenheiten überschneiden sich beide. Auseinander gehen sie beim Fahrtenbuch auf der einen, bei Personalakte und DATEV auf der anderen Seite.
| Bereich | Personizer | Timr |
|---|---|---|
| Arbeitszeiterfassung | vorhanden | vorhanden |
| Urlaub und Abwesenheiten | vorhanden | vorhanden |
| Digitale Personalakte | vorhanden | nicht aufgeführt |
| Zuordnung von Zeiten auf Projekte und Kunden | über Zeitlabel und Berichte auswertbar | eigenes Projektzeit-Modul |
| Fahrtenbuch | nicht vorhanden | vorhanden |
| DATEV-Schnittstelle | vorhanden, kostenfrei | nicht gelistet |
Für wen ist Timr gemacht?
Timr passt zu Betrieben, in denen Fahrten dokumentiert oder Projekte kaufmännisch nachgehalten werden müssen. Als typische Branchen nennt der Anbieter selbst unter anderem Handwerk, Bau, Gebäudereinigung und Montage.
Timr deckt ein Fahrtenbuch mit GPS-Unterstützung ab, das laut Anbieter die technischen Anforderungen des Finanzamts an ein elektronisches Fahrtenbuch erfüllt. Sie hat ebenso einen steuerlichen Hintergrund: Nach § 8 Abs. 2 EStG darf der Wert einer privaten Firmenwagennutzung nur dann anhand der tatsächlichen Kosten angesetzt werden, wenn das Verhältnis der Fahrten „durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch nachgewiesen“ wird. Sonst bleibt die pauschale Bewertung.
Timr deckt außerdem Projektzeiterfassung mit Budgets und Kostenstellen ab und bietet ein Zeiterfassungsterminal. Nach den öffentlich ausgewiesenen Listenpreisen liegt Timr pro Nutzendem über dem, was Personizer für seine drei Module zusammen berechnet.
Für wen ist Personizer gemacht?
Personizer eignet sich für Büro- und Verwaltungsteams im DACH-Raum mit rund 1 bis 250 Mitarbeitenden, die eine kompakte, DSGVO-konforme HR-Lösung brauchen — laut Produktseite typischerweise Agenturen, IT-Unternehmen, Arztpraxen und Handelsunternehmen.
Die Arbeitszeit läuft über einen Start-Stop-Timer: Arbeitstag und Pausen per Klick, mobil über die Personizer App oder über den Web-Browser. Urlaubsanträge, mehrstufige Genehmigungen und der Abwesenheitskalender liegen im Urlaubsplaner. Stammdaten, Notfallkontakte, Vertragsdaten und die vollständige Gehaltshistorie in der digitalen Personalakte. Zudem verfügt die digitale Personalakte über eine Dokumentenablage, die über eine Kategorisierung und einen eigenen Export verfügt. Über granulare Zugriffsrechte steuerst du, wer was sehen darf. Außerdem wird hier protokolliert, wer welches Ereignis in der Dokumentenablage ausgeführt hat (z. B. Upload eines Dokumentes).
Denn genau hier entsteht im Verwaltungsalltag die Arbeit: Urlaubsanträge, Krankmeldungen, Vertragsänderungen, Übergabe an die Lohnbuchhaltung. Die kostenfreie DATEV-Schnittstelle überträgt Stammdaten und Abwesenheiten automatisiert und ruft Krankmeldungen als elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab.
Ein Fahrtenbuch oder GPS-Tracking findest du bei Personizer nicht. Die Software ist bewusst auf den Personalprozess zugeschnitten. Eine Projektzuordnung ist trotzdem möglich. Über Zeitlabel für Projekte und Kunden weist du gestempelte Stunden einem Projekt, einer Aufgabe oder einem Kunden zu und wertest sie danach aus. Für einen KMU-Betrieb im DACH-Raum ist die schlankere, dafür passgenaue Auswahl meist genau das Richtige.
Beispiel: Eine Steuerberatungskanzlei mit 18 Mitarbeitenden, zwei Standorten und keinem einzigen Firmenwagen braucht keine GPS-Fahrterfassung. Sie braucht Urlaubsanträge, die nicht per E-Mail durchs Haus wandern, und Stammdaten, die nicht als Excel-Liste bei der Lohnbuchhaltung landen.
Zeiterfassung, Urlaub und Personalakte aus einer Hand
Du erfasst Arbeitszeiten, genehmigst Urlaub und pflegst Personaldaten in einer Oberfläche, ohne drei Tools zu verbinden.

Wie unterscheiden sich Personizer und Timr bei Preis und Aufbau?
Beide Anbieter haben eine kostenfreie Variante, rechnen aber unterschiedlich ab. Timr berechnet einen Preis pro Nutzendem, zu dem je nach gewähltem Plan noch eine monatliche Kontopauschale hinzukommen kann. Personizer rechnet pro Modul und Mitarbeitendem ab: Zeiterfassung, Urlaubsplaner und Personalakte buchst du einzeln oder kombiniert.

ab 0,00 €
pro Mitarbeiter·in / Monat
- Zeiterfassung, Urlaubsplaner und Personalakte einzeln buchbar, Basisfunktionen dauerhaft kostenfrei
- Unbegrenzt viele Mitarbeitende, auch in der kostenfreien Version
- DATEV-Schnittstelle inkl. eAU-Abruf ohne Aufpreis enthalten
- 14 Tage Testphase mit vollem Funktionsumfang, keine Zahlungsdaten nötig

ab 0,00 €
pro Mitarbeiter·in / Monat
- Free Plan auf 1 Nutzende·n beschränkt, nur 1 Funktion wählbar (Arbeitszeit, Projektzeit oder Fahrtenbuch)
- Regular-Plan ab 8,00 € pro Nutzende·r/Monat (netto), zzgl. optionaler Kontopauschale je nach Plan
- Fahrtenbuch bereits im Regular-Plan enthalten
- 14 Tage Testphase mit allen Funktionen, keine Kreditkarte nötig
Doch der Listenpreis ist nur die halbe Geschichte. Was bekommst du ohne Vertrag? Bei Timr ist der kostenlose Plan auf einen Nutzenden und eine Funktion nach Wahl begrenzt. Bei Personizer bleiben die Basisfunktionen aller drei Module dauerhaft kostenfrei, für unbegrenzt viele Mitarbeitende. Testen kannst du bei beiden 14 Tage ohne Kreditkarte.
Wichtig: Ein zehnköpfiges Team arbeitet bei Personizer dauerhaft in der Basisversion, ohne Vertrag.
DSGVO und Datenschutz: Wo liegen die Daten?
Beide Anbieter hosten in Deutschland. Der Serverstandort ist bei diesem Vergleich also kein Unterscheidungsmerkmal.
Timr nennt in der eigenen Datenschutzerklärung die Hetzner Online GmbH (Deutschland) als Auftragsverarbeiter für das Hosting. Personizer speichert Daten laut Datenschutzerklärung ausschließlich in einem deutschen Rechenzentrum in Frankfurt am Main.
Fazit: Wann lohnt sich Personizer, wann Timr?
Für die meisten Büro- und Verwaltungsteams im DACH-Raum ist Personizer die passende Wahl. Die drei Module kommen aus einer Hand, die DATEV-Anbindung ist kostenfrei dabei, und du startest mit dem ganzen Team in der dauerhaft kostenfreien Basisversion. Hinzubuchen kannst du später. Was du nicht brauchst, buchst du gar nicht. Wer HR-Verwaltung digitalisieren will und keine Fahrten dokumentiert, ist mit der kompakteren Lösung besser bedient.
Timr lohnt sich, wenn Fahrten oder Projektabrechnung zum Kerngeschäft gehören: Firmenfahrzeuge, deren private Nutzung steuerlich über ein Fahrtenbuch nachgewiesen werden soll, Baustellen mit Stempel-Terminal, Projekte mit Budgets und Kostenstellen.
Häufig gestellte Fragen
Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen. Falls du weitere Hilfe benötigst, kontaktiere gerne unseren Support.
Was ist der Hauptunterschied zwischen Personizer und Timr?
Personizer ist eine kompakte HR-Suite aus Zeiterfassung, Urlaubsplaner und digitaler Personalakte für Büro- und Verwaltungsteams im DACH-Raum. Timr ist eine Zeiterfassungslösung, die zusätzlich ein Fahrtenbuch und ein Projektzeit-Modul mit Budgets und Kostenstellen abdeckt und sich damit stärker an Betriebe mit Firmenfahrzeugen, Außendienst oder projektbasierter Abrechnung richtet.
Bietet Personizer ein Fahrtenbuch wie Timr?
Nein. Personizer hat kein Fahrtenbuch, kein GPS-Tracking und keine automatische Fahrterkennung. Zeiten lassen sich in Personizer über Zeitlabel einem Projekt, einer Aufgabe oder einem Kunden zuordnen. Für Betriebe, die die private Nutzung von Firmenfahrzeugen steuerlich über ein Fahrtenbuch nachweisen wollen, ist Timr in diesem Punkt die passende Lösung.
Für welche Unternehmensgröße eignet sich Personizer im Vergleich zu Timr?
Personizer richtet sich laut Produktseite an Unternehmen im DACH-Raum mit rund 1 bis 250 Mitarbeitenden, typischerweise Agenturen, IT-Unternehmen, Arztpraxen und Handelsunternehmen. Timr nennt auf der eigenen Startseite ein breiteres Branchenfeld von Agenturen und Arztpraxen bis Bau, Handwerk und Gebäudereinigung und erstellt ab 20 Nutzenden ein individuelles Angebot.
Ist Timr oder Personizer günstiger?
Die beiden rechnen unterschiedlich ab: Bei Timr kommt zum Preis pro Nutzendem je nach Plan eine monatliche Kontopauschale hinzu, Personizer berechnet pro einzeln buchbarem Modul und Mitarbeitendem. Nach den öffentlich ausgewiesenen Listenpreisen liegt Timr pro Kopf über dem, was die drei Personizer-Module zusammen kosten. Dazu kommt der Unterschied bei den Gratis-Varianten: Bei Timr umfasst der kostenlose Plan einen Nutzenden und eine Funktion, bei Personizer bleiben die Basisfunktionen aller drei Module dauerhaft für unbegrenzt viele Mitarbeitende kostenfrei. Die konkreten Beträge zeigt die Preisabbildung in diesem Artikel.
Wie unterscheiden sich Personizer und Timr bei der DATEV-Anbindung?
Die DATEV-Schnittstelle ist bei Personizer laut Preisseite kostenfrei enthalten. Sie überträgt Mitarbeiterstammdaten und Abwesenheiten wie Urlaub oder Elternzeit automatisiert an DATEV und ruft Krankmeldungen direkt als elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab. Timr führt DATEV auf der eigenen Integrationsseite nicht auf.
Wie ist dieser Vergleich zu lesen?
Betreiber dieser Vergleichsseite ist Personizer. Alle Angaben zu Funktionen und Preisen der genannten Anbieter erfolgen ohne Gewähr und basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen. Sie können sich jederzeit ändern. Die Angaben zu Timr und Personizer wurden im August 2026 auf Basis der jeweils öffentlich zugänglichen Anbieterseiten geprüft: Preisseiten, Produktseiten, Integrationsübersicht und Datenschutzerklärungen. Als Belege dienen ausschließlich First-hand-Quellen der Anbieter selbst sowie für die steuerliche Einordnung der Gesetzestext. Vergleichsportale, Bewertungsplattformen und Blogartikel Dritter wurden nicht verwendet.

14 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.
Danach bleiben die Basisfunktionen dauerhaft kostenfrei, auch mit dem ganzen Team.
Neela Sonntag



